
Bisher war Katar der bekannteste Vermittler zwischen geopolitischen Kontrahenten, auch im aktuellen Fall Iran versus USA. Diesmal war aber auch Pakistan entscheidend beteiligt, die Spannungen abzubauen und den Rahmenvertrag unterschriftsreif zu gestalten.
Nicht ohne Stolz präsentiert Pakistans Premierminister Muhammad Shehbaz Sharif in der Nacht auf Donnerstag in der Hauptstadt Islamabad das Ergebnis der diplomatischen Bemühungen. Der Regierungschef unterzeichnete das sogenannte Islamabad Memorandum of Understanding (Islamabad MoU). Während US-Präsident Donald Trump den Rahmenvertrag in Versailles und Irans Präsident Masoud Pazeshkian digital aus großer Distanz als Kontrahenten signierten, setzte Sharif seine Unterschrift in Islamabad in der Eigenschaft als Mediator.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran tritt laut Vermittlerstaat Pakistan nach erfolgter Unterzeichnung mit „sofortiger Wirkung“ in Kraft. Teheran werde demnach die Straße von Hormus unverzüglich wieder öffnen. Die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen wieder aufheben, teilte der pakistanische Premierminister mit.
Ergänzend gab das Schweizerische Außenministerium bekannt, dass diesen Freitag die ersten Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung beginnen sollen. Geplant ist, dass sich die USA und Iran gemeinsam mit den Vermittlern Pakistan und Katar und anderen beteiligten Ländern am Freitag treffen, hieß es in Bern.
ekö
