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Unter dem Dach des Außenministers ist noch Platz für Kunst und Künstler

Das Auswärtige Amt und das Berliner Künstlerprogramm des DAAD starten neues Residenzprogramm / Den Anfang macht die Pulitzer-Preisträgerin Susie Ibarra
November 4, 2026
November 4, 2026
Susie Ibarra macht ab sofort Außenpolitik mit Schlagzeug (Foto: Website susieibarra.com)

Im Dachatelier des Auswärtigen Amts in Berlin werden in diesem und im nächsten Jahr internationale Künstler zu Gast sein. Sie sollen sich mit aktuellen außenpolitischen Themen auseinandersetzen. Das teilten das Auswärtige Amt (AA) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die erste Künstlerin ist schon seit einigen Tagen aktiv: Die Pulitzer-Preisträgerin Susie Ibarra beschäftigt sich hier mit dem Thema „Arktis".

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Susie Ibarra ist US-amerikanische Schlagzeugerin, Komponistin und Klangkünstlerin. In wenigen Tagen feiert die gebürtige Philippinin ihren 56. Geburtstag. Vor kurzem war sie im Pierre-Boulez-Saal in Berlin aufgetreten, wo ein Schlagzeuger sogar Blätter von Zimmerpflanzen bespielt hatte. Den Pulitzerpreis für Musik hatte sie im vergangenen Jahr für „Sky Islands“ erhalten, ein Werk über Biodiversität.

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Das neue Residenzprogramm trägt den Namen „Bureau de Passage" und wird vom Berliner Künstlerprogramm des DAAD umgesetzt.

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„Außenpolitik braucht frische Ideen und Menschen, die ungewöhnliche Fragen stellen. Darum öffnen wir mit unserer Alumni-Residenz die Türen des Auswärtigen Amts“, erläutert Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Die Zielgruppe sind ausländische Künstlerinnen und Künstler, die Deutschland bereits durch frühere Stipendien und Aufenthalte verbunden sind. „Wir freuen uns auf den Austausch und neue Impulse aus künstlerischer Perspektive für unsere Außenpolitik und die Herausforderungen unserer Zeit.“  

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„Wir leben in einer Zeit großer geopolitischer Veränderungen und Umbrüche. Gerade da sind persönliche Verbindungen nach Deutschland an vielen Stellen weltweit von unschätzbarem Wert", wird DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in der gemein samen Erklärung zitiert. „Mit den Residenzaufenthalten internationaler Künstler im Dachatelier des AA wollen wir gemeinsam mit dem Ministerium deutlich machen, dass Kunst und freier Dialog wichtige Beiträge zu einer offenen Gesellschaft leisten können."

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Klang von Grönlandeis und Himalayagletschern

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Die US-amerikanische Komponistin und Pulitzer-Preisträgerin Susie Ibarra, Alumna des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, ist die erste Alumna im „Bureau de Passage". Sie zählt zu den international renommierten Klangkünstlerinnen. Ihr Aufenthalt steht unter dem Motto „Arktis". Gemeinsam mit der Glaziologin Michele Koppes hat Ibarra für ihr Projekt „Water Rhythms" unter anderem Klänge des grönländischen Inlandeises und von Gletschern im Himalaya aufgenommen und künstlerisch verarbeitet.

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Während ihres Aufenthalts wird die Künstlerin den Austausch mit Mitarbeitern des Auswärtigen Amts suchen und mit Fachleuten aus Kultur, Wissenschaft und Sicherheitspolitik in Kontakt treten. Geplant sind Gespräche mit Staatssekretär Bernhard Kotsch sowie mit der Leiterin der Forschungsabteilung des NATO Defense College in Rom, Florence Gaub, selbst DAAD-Alumna.

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2027 sollen drei weitere Künstler in den Genuss des Programms kommen, die „besondere Verbindungen“ zu Deutschland pflegen. Wer in Betracht kommt, das schlägt die jeweilige Gastgeber-Institution vor, bei der die ehemaligen ausländischen Stipendiaten schon einmal gefördert worden sind.

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