
Die Redaktion von diplo.news stand einen Tag lang ganz im Zeichen der Philippinen. Hochrangige Vertreter der philippinischen Botschaft in Berlin besuchten die Redaktion im Haus der Bundespressekonferenz, um sich über die Arbeit des internationalen Diplomatiemediums und das System der Regierungspressekonferenzen zu informieren.
Angeführt wurde die Delegation von der philippinischen Botschafterin Maria Teresa T. Almojuela. Begleitet wurde sie von dem Gesandten Gerardo Abiog, der Wirtschaftsrätin Mary Luck Hicarte, dem Ersten Sekretär und Konsul Benjamin A. Celedio sowie der Vizekonsulin Dana Michelle Del Rosario.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen das weltweit einzigartige System der Regierungspressekonferenzen im Haus der Bundespressekonferenz sowie die vielfältigen Aktivitäten der diplo media gmbh. Herausgeber Ewald König stellte den Gästen die verschiedenen Formate des Unternehmens vor – darunter diplo.news, die diplo.academy mit ihren Medienworkshops für Presseattachés, die TV-Talkshow diplo.international, den diplo.salon sowie weitere Projekte, die Diplomatie, Medien und internationalen Dialog miteinander verbinden.
Während des Treffens gewährte Ewald König – zufällig genauso alt wie die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Philippinen – auch einen Blick in sein journalistisches Archiv und präsentierte der Delegation sein rund 45 Jahre altes Interview mit Domingo L. Siazon, der damals als Botschafter der Philippinen in Österreich und bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) tätig war. Später wurde Siazon Außenminister seines Landes und Generaldirektor der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO).
Auch die DDR-Zeit war ein Gesprächsthema des Besuchs. Die Philippinen spielten damals eine Sonderrolle unter den südostasiatischen Ländern. Sie waren das erste Land aus dem westlich orientierten ASEAN-Kreis, das diplomatische Beziehungen zu einem Ostblockstaat aufnahm. Außer den Philippinen gab es nur wenige Staaten der Region mit Botschaften in Ost-Berlin. Die philippinische Botschaft in der DDR befand sich in einer Plattenbau-Etage in der Otto-Grotewohl-Straße 3a (heute Wilhelmstraße 66), damals noch mit freiem Blick aufs Brandenburger Tor. Zu den Nachbarn im selben Haus gehörten die Botschaften von Afghanistan, Griechenland, Pakistan, Portugal, Schweden, Simbabwe und Zaire, im Nachbarhaus war die Botschaft von Österreich untergebracht. Heute hat die philippinische Botschaft ihren Sitz nicht weit davon entfernt in der Luisenstraße 16.
Dort setzte sich am Abend der Philippinen-Tag fort. Die Redaktion von diplo.news war zur Veranstaltung „Sommerfeier x Pinoy Musik“ eingeladen. Philippinische Gastfreundschaft und Sangeskunst prägten den Abend, der im Zeichen des Buwan ng Wika – des philippinischen Nationalsprachemonats – stand.
Der Buwan ng Wika wird jedes Jahr im August gefeiert und würdigt die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Philippinen. Das Land zählt mehr als hundert Sprachen. Der Sprachenmonat soll sie sowie das kulturelle Erbe und die nationale Identität stärken.


Botschafterin Almojuela hat ihren Posten in Berlin im vergangenen März angetreten. Manila unterhält ein Generalkonsulat in Frankfurt am Main und Honorarkonsulate in Pullach und Stuttgart.