
Die südkoreanische Regierung hatte geplant, einen Sondergesandten (Special Envoy) für Deutschland nach Berlin zu entsenden, der sich explizit mit den Rüstungsbeziehungen beider Länder auseinandersetzen sollte. Der koreanische Sonderbeauftragte hätte die diplomatischen Beziehungen auf militärischem Gebiet vertiefen sollen. Doch die Entsendung wurde im letzten Moment wieder zurückgenommen, wie diplo.news am Donnerstag aus diplomatischen Kreisen erfuhr.
Umgekehrt sucht die deutsche Botschaft in Seoul personelle Verstärkung für den Stab des Militärattachés. Gemäß Stellenausschreibung soll die Arbeitskraft schon im März 2026 im Bereich Militär- und Verteidigungskooperation an der Botschaft in der koreanischen Hauptstadt ihre Stelle antreten.
Bewerber müssen Deutsch und Koreanisch beherrschen, um Gesprächstermine mit koreanischen militärischen Organisationen zu vereinbaren und das Kontaktnetz zu pflegen sowie Medien auszuwerten. Sie sollen die Entwicklungen der koreanischen Innen- und Außenpolitik sowie militärische Themen verfolgen und müssen den deutschen Verteidigungsattaché auf Dienstreisen begleiten. Die deutsche Botschaft befindet sich im modernen Seoul Square Tower im Zentrum der Hauptstadt.
Der Verteidigungsattaché analysiert die militär- und sicherheitspolitische sowie militärische Lage Südkoreas, berät als Vertreter des Bundesverteidigungsministers die koreanischen Streitkräfte in allen Belangen der Bundeswehr und bereitet Besuche von Bundeswehrdelegationen in Südkorea vor. In Sachen Wehrtechnik und Rüstung ist er Ansprechpartner sowohl für die deutsche Industrie als auch für die koreanischen Streitkräfte.
Wie diplo.news berichtete, strebt Südkorea den vierten Platz weltweit als Exporteur für Waffen an. Bei Exporten von Rüstungsgütern in die NATO-Länder ist Korea – nach den USA – auf Platz 2. Der russische Krieg gegen die Ukraine hat den südkoreanischen Waffenschmieden sehr geholfen. Siehe: https://www.diplo.news/articles/der-satelliten-blick-in-die-kaffeetasse-aus-400-kilometern-hohe
ekö